Spatenstich für neue 110-kV-Leitung in Artstetten, Münichreith-Laimbach und Yspertal
„PV-Anlagen, Wärmepumpen, E-Mobilität und am wichtigsten: Versorgungssicherheit, all das brauchen wir am Weg in eine erneuerbare Energiezukunft. Unser gesamtes Energiesystem befindet sich im Wandel und genau so wichtig ist deshalb auch die Infrastruktur, die das alles ermöglichen soll“, betont Abgeordnete zum NÖ Landtag Silke Dammerer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Spatenstich der neuen 110-kV-Freileitung, die durch die Gemeinden Artstetten, Münichreith-Laimbach und Yspertal führen wird. Sie zweigt von der bestehenden 110-kV-Freileitung in der Katastralgemeinde Hasling ab und endet im neuen Umspannwerk in der Katastralgemeinde Altenmarkt.
Ab kommender Woche finden die Bodensondierungen für die Maststandorte statt und im Oktober werden bereits die ersten „Maststockerl“ zu sehen sein.
„Mit dieser neuen 110-kV-Leitung investieren wir in das Rückgrat einer sicheren Stromversorgung. Sie schafft die Grundlage dafür, dass Haushalte, Betriebe und Gemeinden auch in Zukunft zuverlässig mit Energie versorgt werden können. Infrastrukturprojekte wie dieses sind entscheidend, um den steigenden Anforderungen an unser Stromnetz gerecht zu werden“, hebt EVN Vorstandsdirektor Stefan Szyszkowitz den Nutzen des Projektes hervor.
Parallel zum Baufortschritt sowie nach Abschluss der Arbeiten werden die betroffenen Flächen fachgerecht rekultiviert. Die für das Projekt notwendigen Waldschneisen werden anschließend wieder aufgeforstet.
„Von dieser Investition profitieren Gemeinden, Betriebe und die Bevölkerung gleichermaßen. Die neue Leitung erhöht die Leistungsfähigkeit des regionalen Stromnetzes und stärkt unseren Standort nachhaltig“, sind sich die betroffenen Bürgermeister:Innen Veronika Schroll, Jürgen Fellnhofer und Karl Höfer einig.
Die Ortsnetze, Trafostationen und Mittelspannungsleitungen in der Region werden überdies laufend verstärkt und ausgebaut.
Mit der Inbetriebnahme des Umspannwerkes in Altenmarkt im Jahr 2029 wird das gesamte 45 Millionen Euro Netzkonzept abgeschlossen sein. Damit wird die gesamte Region nördlich von Persenbeug und westlich von Würnsdorf fit für die erneuerbare Energiezukunft gemacht und in den bisher für die Versorgung zuständigen Umspannwerken in Erlauf und Am Schuß werden ebenfalls Kapazitäten frei.
Netz-Ausbau bis 2034
Um die erneuerbare Energiezukunft mit Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen und E-Mobilität für all unsere Kundinnen und Kunden zu ermöglichen muss die Netz NÖ, in ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin, das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf allen Ebenen verstärken und ausbauen, eine gewaltige Herausforderung:
· Neu- oder Ersatzneubau von etwa 55 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
· Jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 300 Stationen)
· Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr
Der Netzausbau ist aber nur ein Teil der Lösung: es geht auch darum, das bestehende Netz mit digitaler Technik und intelligenten Lösungen effizienter zu nutzen.
Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr rd. 520 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.

